Foto vom HochbeetWer auch noch gerne im Garten arbeitet, wenn sich seine Wirbelsäule bereits der Erkenntnis gebeugt hat, dass der Mensch doch nicht wirklich für den aufrechten Gang geschaffen ist, braucht rückenfreundliche Beete, die leicht zu pflegen sind. Das rückenfreundlichste Beet ist ein Hochbeet, und es ist ohne viel Aufwand möglich, ein Hochbeet aus Holz selber zu bauen:

Der ambitionierte Heimwerker plant sein Hochbeet am Schreibtisch, der eher praktisch orientierte Hobbygärtner zeichnet sich die Form des Hochbeets direkt an die vorgesehene Stelle und ermittelt anhand dieser Markierung den Materialbedarf. Wenn es darauf ankommt, ein rückenfreundliches Hochbeet zu erstellen, sollte es nicht breiter als ein Meter sein und eine Höhe erreichen, in der Sie sich kaum bücken müssen, um das Hochbeet zu pflegen.

Es gibt jedoch noch andere Argumente für den Bau eines Hochbeets: Ein Hochbeet erwärmt sich im Frühjahr sehr schnell, mit einer Folienhaube wird es sogar schnell zum Mini-Gewächshaus, hier werden auch wärmehungrige Pflanzen willig sprießen. Sie können die Erde so mischen, dass eine hohe Humusschicht entsteht, die auch sehr tief wurzelnde Pflanzen besser gedeihen lässt als in Ihrem normalen Gartenboden.

Für den Bau eines Hochbeets aus Holz eignet sich jedes Holz mit einer gewissen Witterungsbeständigkeit, z. B. Lärchenholz. Nicht so günstig wäre Fichtenholz oder Kiefernholz oder anderes heimisches weicheres Holz, wenn Sie jedoch dicke Balken eines solchen Holzes übrig haben, können Sie diese natürlich verarbeiten, sie werden ziemlich lange brauchen, bis sie verrotten.
Aus diesem Holz bauen Sie jetzt einfach einen Rahmen, der stabil genug ist, um mit Erde befüllt zu werden. Sie brauchen eine Reihe von Pfosten, die mit den Seitenteilen zum Rahmen verbunden werden. Wenn Sie die Pfosten unten mit metallenen Pfostenschuhen versehen, brauchen Sie sie nicht in die Erde einzulassen, das fertige und mit Erde befüllte Konstrukt wird fest genug stehen. Sie können die Pfosten also direkt am Körper abmessen und so die gewünschte Höhe des Hochbeets festlegen, die meisten Handkreissägen sind geeignet, um die Pfosten direkt vor Ort in gewünschter Höhe zuzuschneiden. Die Seitenteile sollten nicht zu dünn sein, Länge und Breite richten sich nach den Maßen des Hochbeets. Die Bretter oder Bohlen werden mit Schrauben an den Pfosten befestigt, dabei hilft ein Akkubohrer.

Bevor dieser Rahmen an seinen Platz gestellt wird, sollten Sie ein Unkrautvlies bzw. eine Wurzelschutzfolie unterlegen, so haben Sie später wenig Ärger mit Fremdgewächsen, die von unten in Ihr Hochbeet hineinwachsen. Nun kann das Hochbeet mit Erde befüllt werden, nicht wenig Erde - für die Befüllung eines etwas längeren Hochbeets können Sie gewöhnliche Muttererde aus dem Baummarkt mit Kompost zu mischen, den es in vielen Gemeinden auf dem Recyclinghof gibt. Diese Mischung ergibt eine nährstoffreiche Erde, die nicht wie die Blumenerde in Säcken mit künstlichem Dünger angereichert ist.