Foto vom HochbeetWer schon mal ein Hochbeet gesehen oder davon gehört hat, fragt sich vielleicht, was ein solches Beet für einen Zweck hat. Worin liegt der Sinn der erhöhten Anpflanzung? Ist das nur eine optische Frage? Das sicherlich, aber ein Hochbeet hat noch mehr Vorteile: es ermöglicht rückenfreundliches Arbeiten, bieten einen gewissen Schneckenschutz und verhilft den Pflanzen durch die bessere Wärmeentwicklung im Inneren zum schnelleren Gedeihen. Das macht die Hochbeete letztlich für Hobbygärtner so attraktiv. Wo bekommt man ein Hochbeet her? Entweder man macht es sich einfach und kauft einen fertigen Bausatz oder man legt selbst Hand an – die kostengünstigste Variante und zudem eine nette Frühjahrsbeschäftigung.

Hochbeet selber bauen

Dazu müssen allerdings erst einmal einige Dinge geklärt werden: zum Beispiel welches Material für den Rahmen es denn eigentlich werden soll. Holz ist vermutlich gerade zum Selberbauen das gängigste Material: überall erhältlich, günstig, einfach zu bearbeiten. Lärchenholz zum Beispiel verwittert nicht ganz so schnell wie andere Holzsorten – wer nämliche Gemüse im Hochbeet anbauen will, tut gut daran, das verwendete Holz nicht unbedingt mit giftigen Substanzen zu imprägnieren. Für den Selberbau eignen sich auch Metalle oder Edelstahl, unter Umständen auch Weidengeflecht.
Welchen Standort soll das Hochbeet haben?

Foto vom HochbeetAm besten in natürlich in der Sonne und zwar in Nord-Süd Ausrichtung. Dann muss die Größe des künftigen Hochbeets den Gegebenheiten des Gartens angepasst werden. Üblich ist eine rechteckige Form von circa 1,50 m Breite und einer Tiefe von circa 1 Meter so dass man auch von allen Seiten an die Pflanzen gelangen kann. Die Höhe liegt meist bei 50 – 80 cm, je nach Körpergröße und Arbeitshöhe des Gärtners.

Material zum Hochbeet selber bauen

Viele Dinge hat der Hobbygärtner für einen Bau sowieso schon vorrätig: Holzlatten oder Bohlen, auch Rundhölzer sind geeignet. Alternativ können es auch Blech- oder Steinplatten sein. Da das Hochbeet von unten offen ist, es jedoch gegen Wühlmäuse geschützt werden muss, wird es nach dem Erdaushub mit engmaschigem Drahtgitter gesichert, worauf – wenn Holz als Material verwendet wird - eine Folie kommt.

Nun kann´s losgehen: Als erstes erfolgt der Erdaushub. Die Fläche, auf der das Hochbeet stehen soll, wird circa 30 cm tief ausgehoben, dann wie oben beschrieben das Gitter und die Folie darüber gelegt. Als nächstes wird der Rahmen gebaut: bei Holzbohlen ist darauf zu achten, dass immer ein kleiner Spalt dazwischen bleibt, weil Holz arbeitet. Außerdem müssen die Holzbretter gut an den Ecken verbunden werden – am besten mit Kanthölzern verschraubt. Der Rahmen sollte möglichst stabil sein, da er einer großen Kraft standhalten muss. Immerhin wird das Beet später mit viel Material befüllt.

Dann kann man sich daran machen, das Hochbeet zu befüllen: ganz unten kommt am besten grober Strauch- und Baumschnitt – dies sorgt für die gute Belüftung und Verrottung. Eventuell kann man noch Gras oder Stroh nachfüllen. Dann folgen Laub und Grünabfälle, als nächstes eine Schicht Grobkompost und am Schluss Feinkompost bzw. Garten- Blumen- oder Muttererde. Die Schichten sollten jeweils 20 – 30 cm dick sein. Wer sich grob an diesen vorgegeben Aufbau hält, kann die Vorteile eines Hochbeets am ehesten ausnutzen: optimale Belüftung und große Wärmeeentwicklung – ähnlich wie bei einem Komposthaufen. Als letztes folgt die Bepflanzung: Im ersten Jahr beginnt man mit Gemüse, welches viele Nähsrtoffe benötigt, da zu Beginn noch sehr viel davon freigesetzt wird . Nach 2 Jahren können dann Gemüsesorten hinzukommen, die weniger Nährstoffe brauchen und nach 5 oder 6 Jahren Kräuter oder diverse Salatsorten.
Hochbeet mit Heizung